Willkommen im Traumwald
Mythen und Märchen

die Sache mit dem Urlaub 9

Kuchen im Labor

Erster Akt

Tief in Transsilvanien
Einige Wochen nach Pollys und Ras Abreise


Ulf: „Es riecht nach Kuchen.“

Ulf: „Und es riecht nach Emely.“

Ulf: „Ah, hier muss es sein.“

Ulf: „Fluffy, Albi, schön Euch zu schnuppern. Ist Emely drin?“
Fluffy: „Ja aber Du solltest vielleicht nicht SO reingehen.“
Albi: „Wir dürfen auch nicht rein.“

Ulf: „Echt, sie lassen Euch nicht rein?“
Fluffy: „Ach, hier draußen spielen ist auch schöner.“

Ulf: „Na dann viel Spaß noch ihr beide. Ich muss glaub ich arbeiten.“
Albi: „Wenn Du keine Lust mehr hast, kannst Du ja zu uns rauskommen.“

Ulf: „Gar keine schlechte Idee. Aber ich sollte Emely wohl nicht allein lassen.“

Ulf: „Hallo? Ist jemand zu Hause?“

Victor: „Was für ein interessantes Exemplar eines Ceratopsia. Polly!“
Emely: „Polly ist auf Hochzeitsreise in Ägypten. Aber ich bin da.“
Victor: „… Äh…“

Emely: „Wollen Sie nicht mal Pause machen Dr. Evil. Ich habe Erdbeerpudding gemacht.“
Victor: „ich stecke noch mitten in der Arbeit. Ich habe gar keine Zeit für eine Pause.“
Emely: „Tut mir leid. Ich brings wieder weg.“

Victor: „Nein, lass den Pudding hier. Der duftet ja unglaublich.“
Emely: „Ich war extra heute im Morgengrauen Erdbeeren pflücken.“
Vicktor: „Wenn das so weitergeht passe ich nicht mehr in meinen Kittel bis Polly zurück ist.“

Emely: „Ich geh mal gucken, wer gekommen ist.“
Victor: „Ist das lecker. Hast Du schon mal erwägt, die molekulare Struktur dieses Puddings zu analysieren?“

Emely: „Ulf, gut dass Du da bist. Ich glaube nicht, dass ich hier wirklich helfen kann.“
Ulf: „Ach wir schaffen das schon. Wie schwer kann das schon sein?“

Ulf: „Hallo Doktor.“
Victor: „Ulf ja… die Dinos, kannst Du Dich um die kleinen kümmern. Die brauchen Futter und Wasser.“
Ulf: „Alls Klar.“

Ulf: „Na, habt ihr Hunger?“
Emely: „Und was kann ich Ihnen jetzt helfen.“
Victor: „Ziegenmilch? … Nussmehl?...“

Ulf: „Was war das mal? Hab im Wald noch nie solch gestreifte Tiere gesehen?“

  Victor: „Also der Pudding war köstlich, aber jetzt ist die Pause wieder vorbei. Magst Du mal sehen, ob wir eine E-Mail von Polly haben?“
Emely: „Ich habe keine Ahnung wie? Polly hat auch irgendwas von Mails erzählt. Aber ich habe ja keinen Computer.“

Victor: „Ich weiß auch nicht. Polly tippt immer irgendwas. Sehr schnell. Und dann hat sie Nachrichten von überall her.“
Emely: „Ich will das nicht kaputt machen.“

Victor: „Ja versuche es einfach.“
Emely: „Da steht was von Code eingeben.“
Victor: „Ulf, vielleicht müssen wir heute auch ausmisten.“

Ulf: „Kann ich machen.“
Emely: „Ich denke nicht, dass sie DAS meinen.“
Victor: „Ich brauche Polly!“

Emely: „Erwarten Sie denn eine wichtige Nachricht?“
Victor: „Es sind ja nicht nur die Nachrichten. Es geht auch um den anderen Computer.“
Ulf: „Welcher andere Computer.“
Victor: „Kommt mit.“

Victor: „Der DNA-Analyse-Computer.“
Emely: „Wie die Zutaten des Puddings?“
Victor. „Na so ähnlich. Nur dass es nicht die Ziegenmilch erkennt, sondern die Farbe der Augen der Ziege, die sie gegeben hat.“

Emely: „Ist das fürs Backen wichtig?“
Victor: „Wenn man eine Kreatur backen will, die vor 200000 Jahren gelebt hat, dann schon.“
Ulf: „Ich glaube nicht, dass das schmeckt.“

Victor: „Das ist der Computer. Er arbeitet immer noch an meiner letzten Probe.“
Emely: „Ist das schön! Wie ein Band aus Sternen.“

Victor: „Ja Emely, so was in der Art ist es tatsächlich.“
Victor: „Das Problem ist eben nur, das jemand dem Computer sagen muss, was er analysieren muss.“
Ulf: „Und warum sagen Sie es ihm nicht?“
Victor: „Das geht so alles nicht!“

Emely: „Was machen wir bloß?“
Ulf: Fluffy und Albi meinten, ich könnte auch zum Spielen rausgehen.“
Emely: „Lass mich hier ja nicht allein!“

Emely: „Ich denke, ich fege erstmal aus.“
Ulf: „Na wie wärs, wenn ich derweil das Geschirr wegräume.“

Emely: Vielleicht sollten wir ihm morgen den Buckligen von Dämonia vorbeischicken.“
Ulf: „Ich denke nicht, dass der sich mehr mit Computern auskennt als wir.“

Victor: „Tja, Pause vorbei. Zurück an die Arbeit.“
Emely: „Was kann ich helfen?“
Victor: „Stell als erstes mal den Besen weg!“

Victor: „Ulf, oben steht eine Flasche mit einer knochenlösenden Säure. Rote Flasche links oben.“
Ulf: „Ich hole sie.“

Victor: „Emely, da ist ein Pinselchen. Hol das bitte.“
Emely: Warum erschaffen sie denn Dinosaurier. Und nicht z.B. Drachen.“
Victor: „Nun, weil sie ausgestorben sind. Und dass nachdem sie die Spezies waren, die am längsten die Erde beherrschten.“

Emely: „Aber ist das nicht gefährlich. Was wenn sie wieder die Erde beherrschen wollen?“
Victor: „Keine Kreatur ist gefährlicher als der Mensch.“
Emely: „Das stimmt natürlich.“

Ulf: „Ich frage mich, was in den ganzen anderen Flaschen ist.“

Victor: „All die Sterne, die Du vorhin gesehen hast, existieren in Millionen von Galaxien in jedem dieser Staubkörnchen - Wenn ich Glück habe.“
Emely: „Was ist mit Mamuts oder Säbelzahntigern? Die sind auch ausgestorben. Und so viel niedlicher.“
Victor: „Eben. Ich finde diese Monster erheblich faszinierender.“

Ulf: „Diese Flasche?“
Victor: „Ja, genau diese.“
Emely: „Ich räum die Instrumente mal auf.“

Victor: „Jetzt muss es die Knochenstruktur zersetzen, damit die die DNA extrahieren kann.“
Ulf: „Die Jungs unten im Käfig waren auch mal solches Geblubber?“
Victor: „Ja. Oh. Ulf kannst Du mir nochmal die Flasche mit dem Trichter von oben holen?“

Ulf: „Ja natürlich.“
Victor: „Ich muss mich da erst dran gewöhnen an alles selbst zu denken. Polly weiß immer schon vorher was ich alles brauche.

Emely: „Ich war fast jeden Tag bei Dämonia. Sie meinte, sie findet Polly nicht mehr in ihrer Kristallkugel. Sie sagte, es wäre, als wenn sie komplett aus dem Hier und jetzt verschwinden wäre.“
Victor: „Was bedeutet das?“

Emely: „Ich weiß es nicht. Selbst wenn sie tot wäre, würde die Kugel sie noch finden, sagt Dämonia.“
Ulf: „Diese Flasche?“

Victor: „Emely, nimm mal die Säure. Ich muss nur noch die Lösung umfüllen. Dann kann ich sie weiter untersuchen.“
Ulf: „Vielleicht ist auch nur Dämonias Kugel kaputt. Warst Du in ihrer Nähe, Emely?“

Emely: „Sei nicht immer so böse.“
Victor: „Naja, ich weiß auch nicht, was ich von Sachen wie Kristallkugeln halten soll. Das ist doch tiefstes Mittelalter.“
Ulf: „Naja die modernen Computer scheinen aber auch nicht das Wahre zu sein.

Emely: „Ja, sonst hätten wir vielleicht schon eine Nachricht von Polly.“
Victor: „So, jetzt die Lösung aufziehen. Gleich fertig.“

Victor: „Und noch einige wenige Tropfen unter das Mikroskop.“
Emely: „Aber haben Sie nicht gesagt, man braucht den Computer, um die Sterne zu sehen?“
Victor: „Ja, aber ich sehe, ob sich überhaupt etwas gelöst hat und ich weiß, ob ich die Lösung aufgeben und weiteruntersuchen muss.“

Victor: „Aber Ihr könnt gehen. Ich brauche erstmal nichts weiter. Das dauert hier noch sehr lange.“
Ulf: „Gut, dann bis morgen.“
Emely: „Sie sind sicher, dass sie nichts mehr brauche? Ich bringe ihnen Morgen wieder etwas für die Pause mit.“

Ulf: „Mir auch?“
Emely: „Du bekommst doch immer was von meinem Kuchen.“

Emely: „Fluffy, Kleines! Hab ich Dich so lange hier draußen gelassen?“
Ulf: „Lass uns nach Hause gehen.“
Emely: „Nein, ich gehe noch mal zu Dämonia. Vielleicht hat sie Polly heute gefunden.“

Ulf: „Ja, ich mach mir auch Sorgen um sie.“
Emely: „Aber egal wo sie ist, Es gibt nichts, was Polly nicht schafft.“


Zweiter Akt

Am selben Abend
irgendwo im Mittelmeer


Polly; „Mehr nach rechts!“
Ra: „war das wirklich eine gute Idee mit dem Boot.“
Polly: „Du siehst nicht mehr aus, wie auf Deinem gefälschten Pass und Imo hat erst gar keinen, was vielleicht auch besser ist.“

Imo: „Nicht mal mit den Schleier?“
Polly: „Die Zeiten sind heute anders. Man hätte und in Ägypten eingesperrt und nach Europa gar nicht erst reingelassen.“
Ra: „Und Du meinst so als Flüchtlinge im Boot kommen wir eher nach Hause.“

Polly: „Ich habe keine Ahnung. Wir müssen es schaffen, irgendwo unbemerkt an Land zu kommen.“
Imo: Ich bin mir nicht einmal sicher, wo genau wir hinwollen.“
Ra: „Siebenbürgen. Auf jeden Fall nördlich des Mittelmeeres.

Polly: „Ra, bist Du sicher, dass ich nicht rudern soll?“
Ra: „Auf gar keinen Fall! Du musst Dich schonen.“
Imo: „Ist es eigentlich noch weit?“

Polly: „Ich fürchte ja.“
Dämonia: „Wusste ich doch, dass ich sie wieder finde.“

Emely: „Also die Haie machen mir Sorgen. Können wir ihnen nicht irgendwie helfen?“
Dämonia: „Nein diese Kugel kann sie uns nur zeigen – wenn sie sich in derselben Raum-Zeit-Befindet wie wir. Momentan bin ich zufrieden, dass wir sie überhaupt wieder finden können.“
Emely: „Ich nicht!“

Dämonia: „Mehr können wir aber nicht zun, wenn wir nicht vor Ort sind.“
Emely: „Ich komm dann morgen wieder. Vielleicht sieht es dann schon besser aus.“
Dämonia: „Wenn sie tatsächlich über das Mittelmeer rudern, wird das noch etwas dauern.

Dämonia: „Aber lass den Kopf nicht hängen, Kleines. Deine Polly kommt wieder. Davon bin ich fest überzeugt.“
Emely: „Danke. Danke für alles. Es ist gut, dass wir uns wiedergefunden haben.“

Der Bucklige Hans: „Um was spielen wir eigentlich?“
Ulf: „Na wie wärs um einen Tag bei Dr. Evil arbeiten.“
Hans: „Na wir können ja mal tauschen.“

Ulf: „Lass mal. Ich weiß gar nicht, wie Du das bei Dämonia aushälst.“
Hans: „Ach so schlimm ist sie gar nicht. Wer weiß, bei welcher alten hexe ich sonst dienen würde, wenn nicht bei ihr.“

Ulf: „Warum musst Du überhaupt jemandem dienen?“
Hans: „Hey, ich bin ein Buckliger! Was soll ich sonst machen?“
Ulf: „Gewonnen!“

Hans: „War ja klar.“
Emely: „Hallo Jungs. Seid Ihr noch da?“

Ulf: „Na sicher holde Maid, komm herunter zu mir, oder muss ich Dich erst beminnen.“
Emely: „Nein, nein. Ich komm schon runter.“
Hans: „Ach die haben auch immer ein Glück.“

Emely: „Es ist schon seltsam, dass Du unten keine Tür hast.“
Dämonia: „Ist eben nur für Hexen zu betreten. Dafür hast Du ja Deinen Besen.“
Emely: „Huiii“

Emely: „Bis morgen Dämonia.“
Ulf: „Wow, ich hab Dich noch nie auf dem Ding fliegen sehen.“
Emely: „Siehst Du, ich kann Dich immer noch überraschen.“

Emely: „Wir haben Polly wiedergefunden. Aber sie ist in einem Boot auf dem Meer.“
Ulf: „Oh, wollt sie nicht in die Wüste?“
„Emely: „Ich denke, sie sind auf dem Rückweg.“

Hans: „Na Petz, jetzt sind wir gleich wieder alleine.“
Ulf: „Machs gut, Kumpel. Demnächst gibt es eine Revanche.“
Hans: „Gegen Dich kann ich ja nur verlieren. Aber das ist nicht schlimm. Gegen Dich verlier ich gern.“
Emely: „Ja, bis morgen.“

Ulf: „Die Sonne geht gleich unter. Was machen wir heute Abend noch?“
Emely: „Möchtest Du ein paar Himbeerschnitten?"


Einige Tage später

Emely: „Das macht Spaß. Ich sollte viel öfter fliegen.“
Dämonia: „Flieg nicht zu tief, wegen der Bäume.“
Emely: „Aber dort vorne ist es schon.“

Pilzchen: „Na irgendwie ist es schon unfair. Erst lassen sie Dich nicht mitfliegen und dann musst Du auch noch die Tasche tragen.“
Der buckelige Hans: „Ist besser, damit die Tasche nicht runterfällt und kaputt ist. Aber warum bist Du nicht mitgeflogen?“
Pilzchen: „Nein nein, Pilze gehören nicht in die Luft, Ich fühle mich am Boden deutlich sicherer.“

Dämonia: „Na seid ihr auch da? Wurde ja auch Zeit Diener.“
Hans: „Tut mir leid, ich bin nicht schneller.“
Emely: „Fluffy, Albi – geht spielen.“

Dämonia: „Wie kann man nur in einem schlafenden Vulkan wohnen?“
Emely: „Ich denke, ein wacher Vulkan wäre unangenehmer.“
Pilzchen: „Ich war noch nie in einem Labor.“

Emely: „Die Besen sollten wir hier lassen.“
Dämonia: „Warum das denn?“
Emely: „Na zum einen ist unten nicht so viel Platz und zum anderen denke ich, machen sie Dr. Evil nervös.“

Emely: „Na dann gehen wir mal runter.“
Pilzchen: „Hat er auch eine Gehirn-Zerblobel-Maschine?“
Emely: „Wie kommst Du nur immer auf sowas?“

Victor Evil: „Und Du meinst wirklich, es ist eine gute Idee, noch eine Hexe hier in das Labor zu lassen. Also mir gefällt das gar nicht.“
Ulf: „Wenn man es genau nimmt, ist Polly auch eine Hexe.“
Victor: „So genau möchte ich es glaub ich gar nicht nehmen!“

Ulf: „Das werden sie sein!“
Victor: „Ja, begrüßen wir sie.“
Ulf: „Ich wette, Emely hat Ihnen auch Frühstück mitgebracht.“

Ulf; „Schön, dass Du da bist. Ich bin wirklich gespannt, wie es Polly geht.“
Victor: „Ich mache mir wirklich Sorten um sie.“
Pilzchen: „Wow, das ist ja der Hammer. Was ist das für eine Maschine?“

Dämonia: „Ja, wir machen uns alle Sorgen um Polly. Deshalb bin ich ja extra hergekommen.“
Victor: „ich begrüße Sie in meinem bescheidenen Labor.“
Dämonia: „Wir wollten gleich beginnen.“

Pilzchen: „Das ist ja irre. Genauso hab ich mir so eine Maschine vorgestellt.“
Victor: „Nein, Geh da weg! Das ist kein Kinderspielzeug! Fass es nicht an! Das geht kaputt!“
Pilzchen: „Ich mache nichts kaputt. Ich finde es total spannend.“

Emely: „Pilzchen komm jetzt hier her. Wir wollen doch nach Polly sehen.“
Dämonia: „Da bist Du ja endlich, Diener! Gib mir die Tasche.“
Victor: „Und wir sprechen und noch, kleiner Fungi.“

Dämonia: „Da ist ja meine Kristallkugel.“
Victor: „Aus welchem Material besteht sie?“
Dämonia: „Nana, Herr Doktor! Sie müssen glauben und nicht analysieren.“

Emely: „irgendwann lerne ich das auch mal.“
Ulf: „Solange Du die Kugel dabei nicht in eine Torte verwandelst.“
Dämonia: „Ruhe jetzt!“

Dämonia: „Polly, wo bist Du?“
Pilzchen: „Ich seh sie!“
Victor: „Faszinieren, ich sehe sie auch.“

Ra: „Land voraus.“
Polly: „Das muss Griechenland sein, wenn wir den Kurs halten konnten.“
Ra: „Wenn ich mich richtig an die Karte erinnere ist es aber noch ein weites Stück über Land.“

Polly: „Ja, ist es. Und das Boot werden wir auch hier lassen müssen.“

Griechische Grenzerin: „Halt, das geht nicht! Sie können hier nicht an Land gehen.“
Polly: „Das ist ein Missverständnis, wir sind keine Flüchtlinge. Wir sind auf Hochzeitsreise und wollen nun wieder nach Hause.“
Grenzerin: „Auf Hochzeitsreise? Alle drei?“

Ra: „Nein, Imo ist nur ein alter Freund von mir.“
Grenzerin: „Könnt Ihr Euch ausweisen?“
Polly: „Ja natürlich, ich hole unsere Pässe.“

Polly: „Mein Name ist Polly Tough. Ich arbeite für einen bekannten Wissenschaftler in Siebenbürgen.“
Grenzerin: „Nun, und der scheint Euch gut genug zu bezahlen, dass ihr hierher auf Urlaub fahren könnt.“
Ra: „Nein, wir waren in Ägypten.“

Grenzerin: „Also Ihre Angaben scheinen zu stimmen. Trotzdem müssen sie legal einreisen, wenn Sie sich in Griechenland aufhalten wollen.“
Ra: „Bitte, meine Frau erwartet ein Kind und wir wollen doch nur wieder nach Hause.“
Grenzerin: „Oh, meine Schwester hat auch ein Kind. Wir haben kaum das Geld zum Leben, geschweige denn um in der Gegend herum zu rudern.“

Polly: „Ich habe in den Nachrichten davon gelesen. Es tut mir leid wegen ihrer Schwester.“
Grenzerin: „Ihren Ausweis bitte.“
Ra: „Bitte sehr.“

Grenzerin: „Sie sehen ihrem Passbild nicht im entferntesten ähnlich.“
Polly: „Mein Gemahl war sehr krank, als der Pass ausgestellt wurde. Wir wollen, sobald wir wieder zu Hause sind einen neuen beantragen.“
Grenzerin: „Ägypter sind die also. Auch eine Art zu fliehen.“

Ra: „Nein, ich lebe schon sehr lange in Rumänien.“
Grenzerin: „Und was ist mit dem Verschleierten? Den Pass bitte!“
Imo: „Es tut mir leid, ich habe keinen.“

Polly: Er ist uns während der Überfahrt verloren gegangen.“
Grenzerin: „Dann müssen sie mitkommen.“
Polly: „Bitte, Wenn Sie uns mitnehmen, werden Sie uns essen geben müssen und einen Platz zum Schlafen. Aber davon sind doch für die Flüchtlinge kaum genug vorhanden – oder für die Griechen selbst. Wir wollen einfach nur Griechenland durchqueren, um nach Hause zu kommen.“

Grenzerin: „Erstmal nehmen Sie den Schleier ab. Ich muss wissen, ob sie nicht gesucht werden.“
Imo: „Das wollen Sie nicht wirklich!“
Grenzerin: „Ich bin mir sehr sicher, dass ich das will.“

Grenzerin: „Sie sind ebenfalls aus Ägypten?“
Imo: „Um der Wahrheit die Ehre zu geben, bin ich von viel weiter weg.“
Grenzerin: „Oh mein Gott, was sind Sie?“

Imo: „Ich komme vom Planeten Kaja Terrana, der nicht mehr existiert, was mich in der Tat zu einem Flüchtling auf Ihrem Planeten macht.“
Polly: „Ich denke, es wäre besser, wenn Sie das nicht melden. Das glaubt Ihnen sowieso niemand.“

Grenzerin: „Oh Gott oh Gott…“
Polly: „Beruhigen Sie sich bitte wieder. Vergessen Sie einfach, dass sie uns gesehen haben. Sonst verlieren Sie nur ihre Arbeit. Wir möchten weder in ein Auffanglager noch in ein Versuchslabor, sondern einfach nur nach Hause.“

Ra: „Gib ihr das.“
Polly: „Egal, was Sie jetzt tun werden, ich möchte, dass sie das ihrer Schwester geben. Für ihr Kind. Keine Sorge, es ist nicht gestohlen. Es ist ein altes Familienerbstück meines Gatten.“
Grenzerin: „Das kann ich nicht annehmen.“

Polly: „Sie lassen ihre Schwester lieber hungern?“
Grenzerin: „Nein. Und wenn ich von einem Außerirdischen erzähle, sperren sie mich nur weg. Verschwindet einfach. Aber schnell!“
Polly: „Ich danke Ihnen! Mehr, als Sie glaubt.“

Ra: „Danke.“
Imo: „Vielen vielen Dank.“
Polly: „Schnell weiter nach Norden.“

Pilzchen: „Och, jetzt ist sie wieder weg.“
Dämonia: „Der Zauber hält nur zeitlich begrenzt.“
Victor: „Unglaublich.“
Ulf: „Wo ist sie jetzt? Griechenland?“

Victor: „Also diese Kugel würde ich nur zu gern untersuchen? Kann sie auch in andere Zeiten sehen?“
Dämonia: „Diese nicht. Aber andere schon. Es kommt eben auf das Material und den grad der Verzauberung an.“
Pilzchen: „Hans, warum hast Du nicht geguckt?“

Hans: „Ach, nicht so schlimm. Hauptsache, ich weiß, dass es ihr gut geht.“
Pilzchen: Wir sollten unbedingt im Computer nachsehen, was für Nachrichten es aus Griechenland gibt.“
Ulf: „Kannst Du das denn?“
Pilzchen: „Aber natürlich. Hat Polly mir beigebracht!“

Victor: „Du sollst doch nichts anfassen?“
Emely: „Ach lassen Sie ihn doch. Vielleicht kennt er sich ja tatsächlich damit aus.“
Dämonia: „Aber pass auf. Diese Technik ist unheimlich.“

Pilzchen: „Also hier sind eine Menge Nachrichten über Griechenland. Tausende von Flüchtlinge kommen nicht über die Mazedonische Grenze.“
Ulf: „Aber sie werden nicht nach Mazedonien gehen. Polly wird über Bulgarien versuchen das Schwarze Meer zu erreichen.“
Victor: „Und dann die alte Route von Vlad.“

Victor: „Und Du kennst Dich tatsächlich mit dem Computer aus.“
Pilzchen: „Sagte ich doch. Polly hat es mir beigebracht, weil ich mehr über Pilze lernen wollte.“
Victor: „Und Du würdest für mich arbeiten?“

Pilzchen: „Aber gerne. Solange Polly nicht hier ist.“
Victor: „Abgemacht, morgen früh fängst Du an.“
Pilzchen: „Aber nur, wenn ich mir dann auch die Gehirn-Verblobel-Maschine ansehen darf.“

Dämonia: „Für mich ist es jetzt an der Zeit zu gehen. Es war interessant, Ihr Labor zu sehen.“
Victor: „Oh, ich bedanke mich für den Besuch. Sie sollten mich bald wieder besuchen. Und dann müssen wir uns über die Kirstallkugel unterhalten.“
Dämonia: „Oh, Euch interessiert also die Zukunft?“

Victor: „Oh nein, die Vergangenheit.“
Dämonia: „Bis bald, Doktor.“
Emely: „Ich bringe sie noch nach draußen.“
Ulf: „Ich werde mich dann mal um die Dinos kümmern.“

Dämonia: „Du solltest da nicht zu lange arbeiten. All diese Technik ist nicht gut für Dich.“
Emely: „“ist ja nur, bis Polly wieder da ist.“
Dämonia: „Vielleicht finden wir ja noch eine Möglichkeit, Polly zu helfen.“

Ulf: „Wenn das so weitergeht, arbeitet bald der ganze Wald hier.“
Pilzchen: „Selbst der ganze Wald würde wohl Polly nicht ersetzen können.“
Ulf: „Aber sag mal, gehören die giftigsten Pilze der Welt wirklich zu Victors Dinos?“

Emely: „“Zeit für eine Pause, Herr Doktor. Möchten Sie eine Kümmelbrezel oder ein Himbeercroissant?“