Willkommen im Traumwald
Mythen und Märchen

die Sache mit dem Urlaub 5

Polly und Ra

Erster Akt

Tief im transsilvanischen Wald

Ulf: „Guten Morgen Pilzchen. Was für ein schöner Frühlingstag.“
Pilzchen: „Guten Morgen Ulf. Wäre ja auch Schade, wenn es an Pollys Hochzeit regnen würde,“

Ulf: „Sie heiratet also wirklich diesen trocknen Kerl?“
Pilzchen: „Och, die beiden sind doch so verliebt.“

Pilzchen: „Meinst Du, er zieht dann mit ins alte Forsthaus?“
Ulf: „Na solange er nicht den Job des alten Jägers übernimmt.“

Pilzchen: „Wird er schon nicht. Er war ja mal eine hochgestellte Persönlichkeit.“
Ulf: „Du meinst, er könnte wieder in die Politik gehen?“

Pilzchen: „Na wer weiß.“
Ulf: „Zumindest würde Polly eine gute First Lady abgeben.“

Pilzchen: „Ich glaube sie schläft noch.“
Ulf: „Vielleicht verschläft sie die Hochzeit ja.“
Pilzchen: Sei nicht so gemein.“

Pilzchen: „Polly! Aufstehen!“
Polly: „Ich bin wach.“

Polly: Oh Du meine Güte. Es ist ja schon fast Mittag.“

Polly: „Na den Ofen brauche ich heute nicht.“

Polly: „Jetzt ist es aber höchste Eisenbahn.“

Polly: „Albi, ich lass Dich ja gleich raus.“

Polly: „Ach Albi. Heute ist ein ganz wichtiger Tag. Ich hoffe, D hast auch Spaß heute.“

Polly: „Erstmal Frühstück. Kekse… Tunfisch… Orangensaft… man was esse ich da?“

Polly: „Und die Guten Morgen-Mail für Ra.“

Polly: „Oh man… wo ist mein Handtuch? Ich führe schon wieder Selbstgespräche...“

Polly: „Ich geh mich waschen und Du passt hier auf alles auf, Albi.“

Pilzchen: „Guten Morgen Polly, hast Du was Schönes geträumt?“
Polly: „Guten Morgen Pilzchen… Oh ich habe von Ägypten geträumt.“

Pilzchen: „Und? Was es schön in Ägypten?“
Polly: „Ja was war schön. Und es wird immer schöner!“

Polly: „Jetzt muss ich mich aber beeilen.“
Pilzchen: „Nagut. Ich komm später wieder vorbei.“


Ulf: „Guten Morgen, Rotköpfchen. Was hast Du nur für schöne Augen?“
Polly: „Guten Morgen Herr Nachbar. Du gibst wohl nie auf.“

Ulf: „Hey, vielleicht überlegst Du es Dir ja noch mal mit dem Heiraten.“
Polly: „Ach, Du bist ein böser Wolf.“
Ulf: „Ich weiß.“

Polly. „Ich muss mich langsam anziehen.“
Ulf: „Musst Du nicht!“
Polly: „Bis später.“

Polly: „Ich wohne hier schon viel zu lange allein im Wald.“

Polly: „Herje. Sehe ich verstrubbelt aus!“

Polly: „Hoffentlich mag Ra den Wald. Was meinst Du, Albi.“

Polly: „Ich hoffe, es bringt kein Unglück, dass Ra mich in dem Kleid schon gesehen hat. Aber er fand es so schön und es ist ägyptisch.“

Polly: „Im Hochzeitskleid meiner Mutter kann ich ja nicht heiraten. Das ist damals mit verbrannt.“

Polly: „Ich brauch unbedingt noch einen Keks, sonst kippe ich noch um.“
Klopf Klopf

Polly: „Herein.“
Lady Dinosaur: „Oh Kindchen. Du siehst ja bezaubernd aus.“

Lady Dinosaur: „Ach, Du hast ein Glück.“
Polly: „Ja, erst habe ich Die gefunden, dann Dr. Evil und jetzt Ra.“

Lady Dinosaur: „Wollen wir losfahren?“
Polly: „Ich hole noch die Blumen.“

Polly: Ich hatte sie rausgestellt, damit sie frisch bleiben.“
Lady Dinosaur: „Hier Deine Handtasche.“
Polly: „Nimmst Du die?, ich bin schon mit dem Schleier überfordert.“
Lady Dinosaur: „Natürlich, Kleines.“

Lady Dinosaur: „Das Auto hab ich gleich vor der Tür geparkt. Lass uns gehen.“
Polly: „Sei brav, Albi.“

Polly: „Neues Auto?“
Lady Dinoraur: „Oh ja, das ist. Das letzte hat Rexi zertreten.“

Ulf: „Ich bin sprachlos.“
Pilzchen: „Polly, Du siehst aus wie eine Prinzessin.“
Lady Dinosaur: „Ja, eine ägyptische Prinzessin.“

Polly: „Tschüß Jungs. Bis nachher!“
Lady Dinosaur: „Uuuuund Tschüß.“

Pilzchen: „Da fährt sie. Und wenn sie nachher wiederkommt, ist sie verheiratet.“
Ulf: „Aber das muss sie ja nicht bleiben.“

Pilzchen: „Ach hör auf. Lass uns hier lieber alles hübsch machen, bis Polly wiederkommt.“

Einige Kilometer entfernt

Dr. Evil: „Ra, kommst Du mal.“

Ra: „Pollys Guten-Morgen-Mail ist endlich gekommen.“
Dr. Evil: „Du siehst Polly doch heute Abend… und dann für den Rest Deines … Äh Lebens?“

Dr. Evil: „Ich denke in dieser Versteinerung werde ich endlich ein paar Antworten finden.“
Ra: „Ich komme sofort.“

Ra: „Ich bin so aufgeregt.“
Dr. Evil: „Spannend. Mir war gar nicht klar, das Mumien aufgeregt sein können.“

Ra: „Warum nicht? Ich kann mich nicht erinnern, das ich jemals so aufgeregt war, als ich noch lebte.“
Dr. Evil: „Naja, da hast Du ja auch nicht geheiratet, oder?“

Ra: „Nein, meine Schwester war noch zu jung.“
Dr. Evil: „Aber die Hochzeit ist erst heute Abend. Also hilf mir lieber. Das bringt Dich auf andere Gedanken.“

Ra: „Als wenn ich an irgendetwas anderes denken könnte.“
Dr. Evil: „Schau nur, die versteinerten Blutstropfen auf dem Stein. Ach das wäre was für Vlad.“

Dr. Evil: „Die muss ich gleich mal unter dem Mikroskop ansehen.“
Ra: „Waren Sie mal verheiratet Doktor?“
 
Dr. Evil: „Nur mit der Wissenschaft, mein Freund.“
Dr. Evil: „Das ist ja unglaublich. Das muss ich sofort extrahieren“
Ra: „Müssen sie sich nicht auch noch umziehen?“

Dr. Evil: „Ra, ich versuche zu arbeiten. Wenn Du mir nicht hilfst, dann störe mich bitte auch nicht immer.“
Ra: „Ich bin nur so aufgeregt.“

Dr. Evil: „Warum bist Du so aufgeregt? Ihr seid doch schon eine Weile zusammen.“
Ra: „Aber was, wenn Polly, mich auf einmal nicht mehr heiraten will? Was wenn sie einen lebenden findet, den sie mehr mag?“
Dr. Evil: „Das ist nicht Dein Ernst! Polly vergöttert Dich!“

Dr. Evil: „Na wenn es Dich beruhigt, ziehe ich mich um. Aber ich will das Experiment heute noch beenden, bevor wie gehen.“
Ra: „Natürlich.“

Dr. Evil: „Sags nicht weiter, aber ich bin auch nervös. Ich hatte nie eine Tochter. Ich dachte nie, dass ich mal Brautvater sein werde.
Ra: „Für Polly sind Sie wie ein Vater.“

Dr. Evil: „Jetzt aber genug mit der Gefühlsduselei! Ich muss mein Experiment fortführen.“
Ra: „Wie spät ist es inzwischen?“

Dr. Evil: „Zeit zum Arbeiten!“

Einige Stunden später

Vlad: „Wir sind da.“

Betty: „Und. Wie sehe ich aus?“
Vlad: „Umwerfend wie immer. Hoffentlich verwechseln sie Dich nicht mit der Braut.“
Betty: „Dann werde ich Dich wohl noch einmal heiraten müssen.“

Vlad: „Jetzt wird es aber Zeit.“
Betty: „Ich verstehe immer noch nicht, was Ra an dieser Miss Tough findet.“

Ra: „Da seid ihr ja, ich warte schon seit Stunden auf Euch.“
Betty: „Du weißt doch, dass wir erst nach Sonnenaufgang aufstehen.“
Victor Evil: „Hey Vlad, wie ist Euer Urlaub?“

Vlad: „Ach erholsamer als ich es mir vorgestellt hatte.“
Ra: „Lasst uns fahren.“
Vlad: „Ihr hab hier umgebaut. Ist beeindruckend.“

Betty: „Ja, lass uns gehen, Ra. Du musst mir unbedingt erzählen, was Du die letzten Monate getrieben hast.“
Ra: „Nun, ich arbeite jetzt bei Dr. Evil und ich habe Polly kennengelernt.“
Betty: „Das habe ich mir schon gedacht.“

Vlad: „Das neue Labor ist ja riesig.“
Victor: „Ja, da hat Polly gute Arbeit geleistet.“
Vlad: „Sie hat es gebaut?“
Victor: „Nein, aber geplant.“

Victor: „Da sind die neuen Käfige. Ach ohne Ra würde ich das alles gar nicht mehr schaffen.“
Vlad: „Ra arbeitet jetzt hier?“
Victor: „Ja, schließlich muss er bald eine Familie ernähren. Und ich habe so mehr Zeit für meine Forschungen."

Victor: „Jetzt müssen wir aber los, sonst dreht Ra noch durch.“
Vlad: „Ach heiraten wird Ra gefallen. Ich hab‘s nie bereut.“
Victor: „Betty auch nicht?“
Vlad: Frag sie doch!“

Betty: „Wirklich Ra, Du wirst Vater. Ich gratuliere Dir!“
Ra: „Ja, ich werde eine richtige Familie haben.“

Betty: „Ach da kommen sie ja endlich.“
Victor: „Ich weiß noch gar nicht, wie das alles hier weitergeht, wenn die beiden auf Hochzeitsreise sind.“
Vlad: „Du findest sicher eine Aushilfe.“

Betty: „Dann kann es jetzt ja losgehen.“
Ra: „Hoffentlich kommt sie auch.“
Victor: „Das fragst Du Dich wirklich immer noch?“

Vlad: „Als Betty und ich damals geheiratet haben, war ich auch nervös. Sie ist so wundervoll, dass ich nicht glauben konnte, dass sie mich genauso lieben könnte wie ich sie. „
Ra: „Ich hoffe, wir werden genauso glücklich wie ihr beide.“

Victor: „Ja, Polly ist ne tolle Frau. Genau wie Betty.“
Betty: „Was für ein Vergleich!“
Vlad: „Nein, Du bist unvergleichlich, mein Mondlicht!“

Ra: „Meine Polly, ist auch unvergleichlich.“
Vlad: „Ruhe jetzt, sonst verfahre ich mich noch!“

Betty: „Bist Du sicher, das das der richtige Weg ist?“

zweiter Akt

Dr. Evil: „Ab hier müssen wir laufen.“

Ra: „Welchen Weg?“
Betty: „Wir müssen dem Reh folgen.“
Ra: „Einem Reh?“

Vlad: „Ja, denn Rotwild spürt die heiligen Orte genau wie alle anderen Wesen des Waldes. Die Wölfe meiden sie, weil sie dort keine Beute machen. Und die Rehe suchen dort Zuflucht. Wann immer Du einen heiligen Ort suchst, folge den Rehen.“

Ra: „Ich dachte, der Ort, den wir suchen, ist verflucht?“
Vlad: „Das ist eine lange Geschichte. Tief in diesen Wäldern gab es vor langen Zeiten einmal einen Tempel einer heidnischen Göttin."

Vlad: Die Menschen verehrten sie. Aber die Zeiten ändern sich. Es war Stephan I der das Christentum nach Siebenbürgen brachte und der heilige Ort in diesem Wald wurde zerstört. Jahrhunderte vergingen bis ein Fürst mit seinem Gefolge diesen Wald durchquerte und ein weißes Reh gesehen hatte. Er glaubte in dem Tier mit dem goldenen Geweih war ein Zeichen seines Gottes und folgte ihm bis zu den letzten Mauerresten des alten Tempels."

Vlad: "Dort schwor er seinem Gott an dieser Stelle eine Kirche bauen zu lassen. Eine Kathedrale sollte es sein, die in den Himmel ragt. Die Bauarbeiten dauerten Jahre. Aber jede Mauer, die sie Tags bauten, stürzte des Nachts wieder ein. Der Fürst verarmte mit den Jahren. Bis zu seinem Tode hatte er zwar die Idee der Kathedrale aufgegeben, aber den Schwur dort eine Kirchen zu bauen gab er an seinen Sohn weiter und dieser an seinen. Nach drei Jahrhunderten stand an dieser Stelle eine kleine Kapelle mit einem dazugehörigen kleinen Kloster. Aber auch diese stand kein Jahrhundert.“

Betty: „Aber in diesen Jahrzehnten, in der das Kloster St. Lucrezia hier stand und von einem Orden trauriger Nonnen bewohnt wurde, begab sich eine noch traurigere Geschichte. Es gab eine junge Frau, deren Liebster in den Krieg gegen die Türken ziehen musste noch bevor sie heiraten konnten. Und er kam aus der Schlacht nicht zurück. Aus Verbitterung suchte sie das Tor des Klosters und bat um Einlass."

Betty: "Und da sie ihren Liebsten tot wähnte, gab sie dem Orden ihr Gelübde und sie wurde Schwester Amalia. Aber von diesem Tag an träumte sie jede Nacht, dass ihr Liebster zurückkehrte, dass er sich versteckt und überlebt hatte. Dass er sie in ihrem Dorf suchte und als man ihr erzählte, dass sie nun eine Nonne wäre, aus Kummer darüber, dass sie nicht auf ihn gewartet hatte krank wurde und starb. Sie träumte es jede Nacht. Bis sie es nicht mehr ertrug, ihn verraten zu haben und sich das Leben nahm. Kurz darauf zerfiel auch die Kapelle und das Kloster.“

Vlad: „Wieder legte sich das Vergessen über den Wald. Nur sah man immer wieder das weiße Reh der Göttin. Eines Tages verirrte sich ein junges Paar in den Wald. Sie waren gemeinsam weggelaufen, da man ihnen nicht erlaubt hatte, zu heiraten, da sie eine Jüdin und er ein Christ war. Halb verhungert und erfroren fanden sie den heiligen Ort und weinten, weil sie nun sterben würden, ohne vereint worden zu sein."

Vlad:Da hörten sie die Glocke von St. Lucrezia und ihnen erschien zuerst der Geist von Schwester Amalia und danach tauchte wie aus dem Nichts die Ruine der kleine Kapelle wieder auf. Dort gab Schwester Amalia den beiden ihren Segen und mit ihm den Segen der alten Göttin.“

Dr. Evil: „Manche behaupten ja, Schwester Amalia ist die Inkarnation der alten Göttin. Aber egal wer sie ist. Seit vielen Jahrhunderten ist dieser Ort für die Menschen verflucht, aber für Wesen wie uns ist sie immer noch ein heiliger Ort.“

Lady Dinosaur:„Wir sind da!“

Polly: „Schau nur, dort sind auch Ra und die anderen.“
Ra: „Meine Isis.“

Betty: „Lasst uns Schwester Amalia rufen.“
Polly: „Hier sind zwei Liebende, die Deinen Segen erflehen.“

Ra: „Ist das eine Glocke?“
Betty: „Ja, es ist die Glocke von St Lucrezia.“
Vlad: „Wie damals.“

leise Musik, die der Wind mit sich trägt.
Schwester Amalia: „Die Liebe hat mich gerufen und ich komme.“

Schwester Amalia: „Folgt mir.“

Schwester Amalia: „Immer wieder ruft ihr mich zurück an diesen Ort meiner Trauer. Und jedes Mal komme ich lieber hierher zurück. Als ich zum ersten Mal in diese Mauern kam, glaubte ich alle Liebe verloren. Und nun komme ich wieder und wieder hierher und sehe die Liebe in den Augen der Paare, die hier vor mir stehen.“

Schwester Amalia: „Auch in Euren Augen sehe ich, wie tief ihr beide miteinander verbunden seid. Ich spüre so viel Freude in mir, Euch meinen Segen geben zu dürfen. Euch, die ihr im Schatten lebt, gefürchtet von den Menschen, die im Sonnenlicht wandeln. Haltet es fest, das Glück, welches ihr gefunden habt. Denn ich gebe meinen Segen nur jenen, deren Liebe so ewig ist wie dieser Ort. Und solange ich hier bin, werdet ihr einander lieben wie in der heutigen Nacht. Allzeit für einander da sein, was immer geschehen mag, Euch stets beistehen und immer Verständnis haben füreinander.“

Schwester Amalia: „Nesu-Bity Nebchepru-Ra, Pharao des alten Ägypten. Ich frage Dich: Willst Du für immer und alle Zeit Dein Herz in die Hände dieser Frau geben?“
Ra: „Ja.“

Schwester Amalia: „Polly Tough, Tochter der Flammen. Ich frage Dich: Willst Du für immer und alle Zeit Dein Herz in die Hände dieses Mannes legen.“
Polly: „Ja“
Schwester Amalia: „Dann küsst Euch und die Liebe sei ein Teil von Euch bis ans Ende aller Nächte.“

Victor: „Gladys, Du weinst doch nicht etwa?“
Lady Dinosaur: „Ach Du alter Banause! Meine kleine Polly…“

Vlad: „Schade, dass es sich immer so schnell wieder auflöst.“
Betty: „Sie wird wiederkommen. Irgendwann.“

Ra: „Ich kann es noch gar nicht glauben.“
Polly: „Glaub es ruhig.“

Victor: „Na jetzt ist aber Zeit zum Feiern. Herzlichen Glückwunsch, ihr beide.“
Gladys: „Alles Gute Euch beiden. Und Ra, wenn ich Polly einmal über Dich klagen höre, lasse ich Dich von Rexi zerkauen.“
Ra: „Lady Dinosaur, ich werde mir alle Mühe geben nicht als Rexis Kauknochen zu enden.“

Vlad: „Zurück zu den Autos.“
Betty: „Hoffentlich finden wie die wieder.“
Vlad: „Ach Betty!“


Dritter Akt

Derweil an Pollys Haus

Pilzchen: „Tante Knusper, was ist denn mit Dir passiert.“
Emely Knusper: „Oh Pilzchen, Du glaubst es nicht!“

Emely Knusper: „Gestern war ich gerade dabei die Torte für Polly und Ra vorzubereiten, da erwische ich doch zwei kleine Vandalen, wie sie mein Haus kaputt machen! Und ich denk mir, denen sollte ich das austreiben, sonst machen sie das noch öfter.“
Ulf: „Den Hintern versohlen hättest Du ihnen sollen.“
Pilzchen: „Oder uns rufen.“

Emely Knusper: „Der Junge sah mir zu kräftig aus. Den hab ich einfach mal eingesperrt und das Mädel sollte mir helfen die Plätzchen zu backen, um das Haus zu reparieren. Damit ich die Kuchen rechtzeitig fertig habe. Und während ich gerade das Zuckerpärchen modelliere, schleicht das Mädel sich raus und befreit den Jungen.“
Ulf: „Du hättest die keinen Augenblick aus den Augen lassen sollen!“

Emely: „Ja, ich war so begeistert vom Backen, dass ich die beiden echt vergessen hatte. Also gehe ich raus, weil es gerade Zeit ist, den Napfkuchen aus dem Ofen zu holen. Und da schubsen mich diese kleinen Verbrecher in den Ofen! Unglaublich! Und ich dachte immer, das mit meiner Mutter war ein Unfall.“
Ulf: „Wenn ich nicht sowieso gerade vorbeigekommen wäre, um den Kuchen zu holen.“
Pilzchen. „Nicht auszudenken!“

Ulf: „Das Schlimme ist, ich habe keine Spur von ihnen gefunden. Die müssen über den See abgehauen sein. Man, wenn ich die unter die Pfoten bekomme!“

Emely: „Ach, da kümmere ich mich später drum. Erstmal will ich die Feier genießen. Das wird sicher schön.“
Pilzchen: „Du bist die liebste Hexe, die ich kenne!“

Ulf: „Genieß mal die Feier. Um die zukünftigen Sträflinge kümmere ich mich morgen früh.“
Emely: „“Ach Wölfchen, dass musst Du nicht.“

Ulf: „Natürlich nicht! Aber ich möchte gern.“
Pilzchen: „Pass bloß auf, sonst heißt es wieder, wir wären die Bösen.“

Emely: „Das denken sie doch sowieso.“
Pilzchen: „Genau. Wolf ist böse, und Hexen sind böse und Fliegenpilze sind sowieso böse.“
Ulf: „Na wenigstens sagen sie Dir nicht nach, Du würdest kleine Kinder fressen.“
Ulf: „Warum hast Du eigentlich keine Katze, wie normale Hexen?“
Emely: „“Hast Du das Gefühl, ich bin eine normale Hexe?“
Pilzchen: „Also ich mag Fluffy.“

Ulf: „Hast Du Fluffy mal erschreckt?“
Pilzchen: „Will ich auch nicht.“
Emely: Ich wünschte, die Vandalen würde das mal abschrecken!“

Emilie: „Fertig.“
Pilzchen: „Ist das hübsch geworden.“
Ulf: „Na ich geh mal meinen Wohnwagen wieder ins Unterholz schaffen.“

Pilzchen: „Irgendwann solltest Du Dir ein Häuschen bauen.“
Emely: Oder ich back Dir eines.“
Ulf: „Schon Ok. Ich mag meinen kleinen roten Wagen.“

Pilzchen: „Aber beeil Dich, Polly und Ra werden sicher gleich kommen.“
Pilzchen: „Da kommen sie!“

Ulf: „Zumindest Lady Dinosaur und Dr. Evil.“
Emely. „Vlad und Betty haben sich sicher wieder verfahren.“

Gladys: „Hallöchen!“
Victor: „Wo ist das Brautpaar? Hat Vlad sich wieder verfahren?“
Ulf: „Macht den Eindruck.“

Gladys: „Oh Fräulein Knusper, bist Du in den Backofen gefallen.“
Ulf: „Darüber macht man keine Scherze!“
Emely: „Lange Geschichte, erzähle ich Dir ein anderes Mal.“

Pilzchen: „Jetzt sind sie da!“
Victor: „Na endlich.“
Gladys: „Ist das hübsch geworden hier.“

Pilzchen: „Herzlichen Glückwunsch!“
Polly: „Danke Pilzchen. Alles hier sieht traumhaft aus.“
Emely: „Alles Gute, ihr beide!“
Ra: „Vielen Dank.“

Ulf: „Hey Ra, pass gut auf sie auf, sie ist ein Schatz!“
Ra: „Ich weiß. Danke für das alles hier.“
Pilzchen: „Haben wir doch gern gemacht für unsere Polly.“

Victor: „Lasst uns anstoßen!“
Ulf: „Vlad und Betty – für Euch ist der Schlauch.“
Betty: „Was ist drin?“
Ulf: „Psst, nicht vor Pilzchen.“

Vlad: „Auf Ra und Polly!“
Alle: „Auf Ra und Polly!“
Betty: „Pilzchen, was trinkst Du da?“
Pilzchen: „Löwenzahn-Milch.“

Victor: „Ulf, Dein Honigwein wird jedes Jahr besser.“
Ulf: „Bedank Dich bei meinen Bienen, die sind jedes Jahr fleißiger.“

Emely: „Oh Polly, jetzt bist Du wirklich verheiratet. Erinnerst Du Dich noch wie meine Mama und ich Euch damals immer besucht haben, als wir klein waren?“
Polly: „Oh ja, unsere Mütter haben Rezepte ausgetauscht und wir haben Sandkuchen gebacken.“
Emely: „Naja, ich hab gebacken. Du hast die Zutaten analysiert.“

Ra: „Polly war schon immer eine Wissenschaftlerin.“
Emely: „Und sie war schon immer meine beste Freundin.“
Polly: „Du musst unbedingt die Patin meines Kindes werden.“
Emely: „Aber gern doch.“

Vlad: „Was machst Du jetzt ohne Polly?“
Victor: „Naja, sie wird ja wiederkommen. Nach der Hochzeitsreise. Und nach dem das Baby größer ist.“
Ulf: „Polly ist schwanger. Geht das überhaupt?“

Victor: „Anscheinend. Polly beschäftigt sich seit Jahren mit Genmagie. Sollte mich nicht wundern, wenn sie da nachgeholfen hat.“
Ulf: „Die böse!“
Vlad: „Trotzdem denke ich Ra wird ein guter Vater sein.“

Victor: Ja denke ich auch. Aber was mit meiner Arbeit wird, weiß ich auch nicht.“
Ulf: „Lass mal den Kopf nicht hängen. Ich kann gern mal für Polly einspringen. Nicht so als Festanstellung, das ist nicht mein Ding, aber für Polly aushelfen, tue ich schon.“

Vlad: „Was ist mit Fräulein Knusper? Sie ist nicht Polly, aber ich denke, helfen wird sie sicher auch.“
Emely: Hey, redet Ihr über mich?“
Ulf: „Wir haben uns nur gerade gefragt, ob Du mit im Labor helfen würdest.“
Emely: „Aber sicher doch.“

Gladys: „Jetzt reicht‘s aber! Genug übers Geschäft geredet. Das ist eine Hochzeit. Lasst uns feiern!“
Betty: „Lasst uns tanzen!“
Pilzchen: Ulf, hast Du Deine Fiedel dabei?“

Ulf: „Natürlich.“
Betty: Warte, ich hole meine Laute.“
Musik
Polly: „Oh ja, ich will tanzen.“

Victor: „Darf ich bitten?“
Gladys: „Ich dachte, Du würdest nie fragen.“

Emely: „Vlad?“
Vlad: „Na ich denke, ein Tänzchen in Ehren darf ich.“

Victor: „Natürlich bekommt Ihr noch ein Geschenk.“
Polly: „Das wäre doch nicht nötig gewesen.“
Victor: „Es ist nicht viel. Aber ich dachte, ich spendiere Euch die Hochzeitsreise.“

Ra: „Nach Ägypten.“
Polly: „Danke Doktor!“
Victor: „Viel Spaß Euch beiden. Ihr werdet die Erholung brauchen, bevor das Kleine da ist.“

Betty: „Wir haben auch etwas für Euch.“
Ra: „Das mussten Ihr doch nicht.“
Vlad: Doch, doch. Weil es eigentlich sowieso Dir gehört.“

Betty: „Das Pergament haben wir damals in Deiner Pyramide gefunden. Vielleicht hilft es Euch ja irgendwie.“
Polly: „Das sieht interessant aus.“
Ra: „Das ist von Imhotep. Na vielleicht könnte das tatsächlich interessant sein, wenn wir nach Ägypten fahren.“
Polly: „Danke vielmals.“

Gladys: „Na eine Kleinigkeit habe ich auch.“
Polly: „Oh Gladys, nicht doch.“
Gladys: „Den habe ich auf meiner letzten Ausgrabung gefunden. Ich hab ihn damals einfach mal behalten, da es mir eh kein Wissenschaftler geglaubt hätte, dass ich den bei einem Saurierskelett gefunden habe.“

Ra: „Beeindruckend. Ist das Smaragd?“
Gladys: „Wahrscheinlich.“
Polly: „Der ist doch viel zu kostbar.“
Gladys: „Ach, bei mir verstaubt der nur.“

Ulf: „Ich hab was ganz anderes für Euch.“
Ra: „Oh.“
Polly: Dass Du hier alles hübsch gemacht hast und auch noch spielst, ist doch mehr als genug.“
Ulf: „Ich werde für Euch Karten legen.“

Vlad: „Gewöhnliche Spielkarten? Ich dachte immer Zigeuner würden Tarot legen.“
Ulf: „Es kommt nicht auf die Karten an! Ich kann die Zukunft aus einer Tüte Gummibärchen lesen. Die Magie kommt durch die Bedeutung, die man den Dingen gibt.“

Ulf: „Kommt näher!“
Polly: „Ist das aufregend!“
Ra: „Imhotep hat mir auch mal die Zukunft vorausgesagt. Er sagte, damals ich würde jung sterben.“

Ulf: „Ich sehe Liebe, Aber vor allem sehe ich eine große Veränderung auf Euch zukommen. Aber eine Veränderung, die Euch glücklich machen wird.“
Polly: „Das klingt interessant.“
Victor: „Sehr wissenschaftlich ist das nicht.“

Betty: „Aber es ist Magie.“
Victor: „Das könnte alles bedeuten.“
Gladys: „Egal was es bedeutet, es hat ein gutes Ende. Das ist das wichtigste.“

Vlad: „Du musst noch den Brautstrauß werfen!“
Gladys: „Oh ja, bitte!“
Polly: „Nagut. Aufgepasst, der Strauß kommt.“

Emely: „Oh nein! Ich will gar nicht heiraten.“
Gladys: „Kann er nicht ein zweites Mal geworfen werden?“
Victor: „Lieber nicht!“

Polly: „Lass uns weitertanzen!“
Ulf: „Aber klar doch.“
Vlad: „Na ich denke mal, es ist unklug nochmal mit Dir zu tanzen.“

Emely: „Du musst mich nicht heiraten. Versprochen!“
Ra: „Meine Königin. Meine Isis.“
Polly: „Mein Geliebter, Mein Gemahl.“

Musik