Willkommen im Traumwald
Mythen und Märchen

die Sache mit dem Urlaub 6

Unerwartete Begegnungen

Erster Akt

Am nächsten Abend

Emely: „Ulf, bist Du schon wach?“
Ulf: „Mehr oder weniger.“

Emely: „Ich brauche Honig. Ich hab meinen gesamten Honig für das Fest verbacken.“
Ulf: „Ja, ich hab nicht vor in nächster Zeit neuen Met anzusetzen.“
Emely: „Ist vielleicht besser. Ich habe immer noch Kopfschmerzen.“

Ulf: „Stimmt, ich erinnere mich kaum noch, wie das Fest heute Morgen endete.“
Emely: „Vlad und Betty haben sich irgendwann verabschiedet, weil sie vor Sonnenaufgang wieder zu Hause sein wollten.“
Ulf: „Verständlicher Weise.“

Emely: „Und Ra und Polly sind irgendwann reingegangen um ihre Ehe zu vollziehen. Auch wenn es wohl kaum ihre erste Nacht war.“
Ulf: „Für Polly bestimmt nicht.“
Emely: „Du böser Wolf Du!“

Ulf: „Pilzchen ist ja schon irgendwann kurz nach dem Werfen der Blumen eingeschlafen. Ich hab ihn in seinen Baum gebracht, bevor ich gegangen bin.“
Emely: „Ich weiß, ich bin kurz nach Dir gegangen. Victor und Gladys sitzen wohl immer noch da und singen.“
Ulf: „Oh ja, die beiden hatten eine Menge Spaß.“

Ulf: „Hier ist Dein Honig, Frau Nachbarin.“
Emely: „Danke. Weißt Du, wann Polly und Ra nach Ägypten losfahren wollen?“
Ulf: „Keine Ahnung, ich hab nur Vlad und Betty reden gehört, dass sie heute Nacht gleich wieder zurück in ihr Urlaubshaus wollen.“

Emely: „Sie haben sogar die Resten von meinen Napfkuchen für die Gastgeber mitgenommen.“
Ulf: „Na ich hoffe, die mögen Honigkuchen. Andererseits, wie kann man Deinen Kuchen nicht mögen?“

Ulf: „Wir sollten Ra und Polly noch eine gute Reise wünschen.“
Emely: „Irgendwer muss sich auch um Albi kümmern. Lass uns rübergehen.“

Ulf: „Ja, aber mein Frühstück ist gerade fertig, dass nehme ich mit.“
Emely: „Ich hab schon zu Hause gefrühstückt. Allerdings keinen gebratenen Vogel. Das würde ich gleich nach dem Aufstehen nicht runterbekommen.“
Ulf: „Naja, Du bist ja auch kein Wolf.“

Ulf: „Warte, ich mach das Feuer noch aus. Wir brauchen den Wald noch!“
Emely: „Vor allem, da wir alle gewisse Probleme mit dem Feuer haben, wie Du weißt.

Emely: Na ich hoffe mal, die beiden sind schon wach.“
Ulf: „Und aufgestanden.“


zirka eine halbe Stunde zuvor

Polly: „Es ist ja schon wieder dunkel. Zeit zum Aufstehen!“
Ra: „Oh nein, jetzt noch nicht.“
Polly: „wundert mich, dass Pilzchen uns noch nicht geweckt hat.“

Ra: „Na zum Glück. Er scheint Erbarmen mit uns zu haben. Komm wieder ins Bett.“
Polly: „Kommt nicht in Frage! Steh auf Du Faulpelz!“

Ra: „DA bin ich gestern Nacht hochgeklettert? Da komm ich nie wieder runter!“
Polly: „Na dann musst Du wohl für immer dort oben bleiben und ich fahre allein nach Ägypten.“

Ra: „Kommt gar nicht in Frage. Ich lass Dich den ganzen Spaß doch nicht allein haben!“
Polly: „Naja, erstmal sollten wir frühstücken, bevor wir hier aufbrechen.“

Polly: „Lässt Du bitte Albi raus, während ich mich waschen gehe.“
Ra: „Ja, wir freunden uns langsam an.“

Polly: „Fertig.“
Ra: Also dieses Papyrus kenn ich gar nicht, aber es ist höchst interessant. Das muss Imhotep nach meinem Tod meinen Sachen hinzugefügt haben.“

Ra: „würdest Du mich eigentlich genauso lieben, wenn ich ein ganz normaler Mensch wäre? Naja, ein Pharao, aber eben lebendig.“
Polly: „Ich liebe Dich, egal was Du bist. Warum fragst Du?“

Polly: „Aber ich brauch erstmal Frühstück, sonst verhungere ich.“
Ra: „Betty meinte ja immer, ich sei verflucht, aber das hier scheint eine Anleitung zu sein, diesen Fluch zu beenden und mich ins Leben zurück zu bringen.“
Polly: „Das ist möglich?“

Klopf Klopf
Polly: „Das wird wohl Pilzchen sein.“
Ra: „Herein, wenns kein Werwolf ist.“
Ulf: „Sehr witzig!“

Emely: „Guten Morgen. Wir wollten nur sehen, ob ihr irgendwas braucht und ich wollte anbieten Albi zu nehmen, wenn ihr in den Flitterwochen seid.“
Polly: „Komm erstmal rein, setzt Euch, ich mach nur schnell Platz.“

Ulf: „Also wann fahrt Ihr.“
Polly: „Ich denke, so bald wie möglich, bevor ich nicht mehr in meine Klamotten passe – geschweige denn in eine Pyramide.“
Emely: „Ist eine gute Idee.“

Polly: „Es wird mir schwer fallen, hier wegzugehen. Ich war noch nie lange weg.“
Emely: „Du wirst uns auch fehlen. Aber wir passen auf alles auf, damit es wenn Du wiederkommst genauso aussieht wie jetzt.“
Polly: „Meinst Du, wir können vorher noch mal unsere Eltern besuchen?“

Emely: Ja, lass uns bevor Du gehst noch mal auf den Friedhof gehen.“
Ulf: „Ich schau derweil mal bei Dr. Evil, ob alles in Ordnung ist. Der ist ohne Dich doch aufgeschmissen.“
Ra: „Sag sowas nicht, sonst, fährt sie nicht!“

Polly: „Kein wütender Mopp - oder ein anderes Putzgerät - könnte mich davon abhalten mit meinem Gemahl nach Ägypten zu reisen!“
Ulf: „Na dann will ich mal nicht länger stören.“
Emely: „Ich hol Dich morgen ab.“
Polly: „Ist gut. Bis dann.“

Ra: „Ich sag Dir, unser Leben fängt jetzt erst richtig an.“
Polly: Das wird ein unglaubliches Abenteuer. Ulfs Karten haben das auch gesagt.“

Polly: „Na dann: Lass uns packen! Wo ist mein Koffer.“
Ra: „Ich habe keine Ahnung, was wir mitnehmen sollen. Ich bin noch nie verreist.“
Polly: „Ich auch nicht....“


Zweiter Akt

Polly: „Danke, dass Du mitkommst. Ich war schon viel zu lange nicht mehr hier.“
Emely: „Oh, ich komme gern her. Es ist wunderschön und so friedlich. Bevor Du in den Wald gezogen bist, war ich oft hier.“

Polly: „Mama, Papa. Ich hab geheiratet. Ihr würdet ihn mögen. Er ist Ägypter.“
Emely: „Mama, da bin ich wieder. Ich hab Honigkuchen gebacken. Hättest Du gemocht.“

Polly: „Und? Glaubst Du, Deine Mutter hört Dich?“
Emely: „Nein, ich glaube der Geist meiner Mutter ist immer noch in ihrem Backofen. Sie ist in allem, was ich backe.“
Polly: „Ein seltsamer Gedanke.“

Polly: „Und das macht Dir nicht irgendwie Alpträume.“
Emely: „Glaub mir, böse Träume habe ich zu genüge. Ich werde nie den Tag vergessen, als ich heimkam und Mutter im Ofen fand. Nun, die Teile, die das Feuer übrig gelassen hatte.“

Polly: „Hat man je herausgefunden, wer es war?“
Emely: „Sollte mich nicht wundern, wenn es die Kinder derer waren, die damals das Haus meiner Eltern angezündet haben“

Emely: „Verzeih. Ich hätte nicht damit anfangen sollen.“
Polly: „Den Alptraum habe ich bis heute. Die Flammen und der Hass in den Augen dieser Menschen. Und die verzweifelten Rufe meiner Eltern.“

Emely: „Aber jetzt wird alles anders.“
Polly: „Ich hoffe es. Aber ich fürchte, manche Dinge ändern sich nie.“
Dämonia: „Guten Abend“

Emely: „Was machst Du hier?“
Dämonia: „Du schmuddeliges Ding, Ich besuche Agatha und Morgana öfter als Ihr.“

Polly: „Warum?“
Dämonia: „Ihr erinnert Euch gar nicht mehr an mich. Als ihr noch klein wart, haben Eure Mütter und ich uns noch oft getroffen.“
Polly: „Ihr wart Freundinnen?“
Emely:“Ich erinnere mich an Dich.“

Dämonia: „Wir waren keine Freunde. Wir waren ein Zirkel. Zusammen hätten wir so viel erreichen können. Wir wollten den Wald beschützen. Verhindert, dass die Menschen die Tiere jagen und die Bäume fällen.“

Dämonia: „Ich erinnere mich noch an die Rettet die Einhörner-Aktion. Wir haben einen Zauber über die Herde gelegt, damit die Menschen sie nicht mehr sehen können. Hält bis heute.“

Polly: „Aber das klingt doch schön.“
Dämonia: „Oh ja, das war es. Und dann hat Deine Mutter diesen Alchemisten geheiratet.“
Emely: „Dein Vater war Alchemist. Das erklärt einiges.“

Dämonia: „Oh ja, wenn man mal von ihren Haaren absieht, hat sie alles von ihrem Vater geerbt.“
Polly: „Vor allem erklärt es, warum ich mich im Labor so zuhause fühle.“
Dämonia: „ Natürlich. Sie haben dann zusammen eine Apotheke eröffnet. Weil sie Menschen helfen wollten. Wir wissen ja alle, wie sie es ihnen gedankt haben.“

Dämonia: „Agatha arbeitete dann als Hebamme. Als einmal eine arme Frau ohne Familie bei der Geburt starb, hat sie Dich einfach behalten, Emely“
Emely: „Sie war trotzdem meine Mutter.“

Dämonia: „Aber natürlich. Und ich hatte Euch beide gern. Wenn Eure Mütter beschäftigt waren, ward ihr oft bei mir und ich hab Euch die Alte Kunst gelernt. Ihr beide wart gar nicht mal untalentiert.“
Emely: „Oh, talentiert bin ich heute noch, denke ich.“

Dämonia: „Wer weiß, wie gut Du heute wärst, wenn ich Dich weiter hätte unterrichten können. Aber dann verbrannten die Dörfler die Apotheke.“
Polly: „Und meine Eltern.“
Dämonia: „Ja Kleines. Und Agatha drehte völlig durch. Sie nahm die kleine Emely und verschwand in den Wäldern und verschrieb sich den Backwaren.“

Dämonia: „Und sie schwor, sie würde jeden in einen Frosch verwandeln, der sie noch einmal eine Freundin nennen würde.“
Dämonia: „Aber auch sie ist den Menschen nicht für immer entkommen. Und jetzt liegen ihre Sterbliche Reste für immer in der Erde. Dabei gab es eine Zeit, in der es keinen Zauber gab, den sie nicht konnte.“
Emely: „Sie hat mir alles beigebracht.“

Polly: Warum hast Du uns nicht früher besucht?“
Dämonia: „Du bist zu Dieser Dinosaurier-Frau gekommen. Sie erlaubte nicht, dass ich zu Dir kam. Sie fürchtete wohl um Deine Sicherheit. Und Agatha duldete niemanden mehr in ihrer Nähe.“

Dämonia: „Lebt wohl Ihr beiden.“
Emely: „Komm doch mal vorbei, wenn Du in der Nähe bist. Vielleicht können wir ein paar Drachen retten.“
Dämonia: „Irgendwann mal.“

Polly: „Ist das so eine gute Idee. Dämonia ist böse geworden in all den Jahren.“
Emely: „Nur weil sie so allein war. Und ich bin auch allein. Vor allem, wenn Du jetzt nach Ägypten gehst.“
Polly: „Aber ich komme doch wieder, meine Freundin.“

Emely: „Aber damit Du wiederkommen kannst, musst Du erstmal wegfahren.“
Polly: „Genau, ich muss zu Ende packen. Morgen geht es los!“


Dritter Akt

In derselben Nacht
im Böhmischen Traumwald

Betty: „Hallöchen, wie sind wieder hier.“
Vlad: „Pst Betty, ich glaube, die schlafen noch.“
Betty: „Warum müssen die denn nachts immer alle schlafen?“
 
Betty: „Aber wir haben doch Kuchen.“
Vlad: „Den werden sie sicher zum Frühstück essen, wenn sie aufstehen.“
Betty: „Aber ich wüsste gern, ob es ihnen schmeckt. Können wir sie nicht wecken?“

Vlad: „Hoffentlich sind sie dann nicht verärgert. Also ich wäre verärgert, wenn man mich vor Sonnenuntergang wecken würde.
Betty: „Ich habs, wir machen ihnen Frühstück und wecken sie dann. Dann kommen sie nicht böse sein.“
Vlad: „Nagut, ich versuche Kaffee zu kochen und Du deckst den Tisch.“

Vlad: „Also das Wasser ist heiß. Und jetzt?“
Betty: „Die blaue Dose richt, als wäre Kaffee drin.“
Vlad: „Gibt’s dafür ne Anleitung?“

Jasmin. „Schlornt wach auf! Unten ist jemand.“
Schlornz: „Sicher Einbrecher. Lass mich schlafen.“
Jasmin: „Quatsch Einbrecher! Es richt nach Kaffee. Ich rieche es ganz deutlich.“

Schlornz: „Vielleicht haben die Einbrecher ja Kaffee mitgebrachen, damit sie nachts wach bleiben.“
Jasmin: „Hey, vielleicht sind es die Tepes‘.“
Schlornz: „Ich wußte gar nicht, das Vampire Kaffee brauchen um nachts wach zu bleiben.“

Jasmin: „Lass uns runter gehen!“
Betty: „Guten Morgen. Frühstück ist fertig!“
Schlornz: „Wie spät ist es?“
Vlad: „5 Uhr in der Frühe, würde ich sagen.“

Schlornz: „Riecht das lecker.“
Betty: „Wir haben Kuchen von der Hochzeit mitgebracht. Ich hoffe, er schmeckt Euch.“
Jasmin: „Der ist köstlich. Darf ich das Rezept haben?“

Betty: „Ich werde Fräulein Knusper fragen, wenn ich sie das nächste Mal sehe.“
Vlad: „Sagt mal, wir wollten morgen Nacht mal etwas Kultur machen. Gibt’s hier nicht auch irgendwelche Ruinen, Gräber oder verfluchte Orte?“
Schlornz: „Naja, die Spinnenfestung ist interessant.“
Jasmin: „Ihr wollt da doch nicht reingehen, oder?“

Betty: „Auf jeden Fall besichtigen.“
Vlad: Aber jetzt müssen wir langsam ins Bett. Ich spüre, dass die Sonne bald aufgeht.“
Schlornz: „Ich kann Euch heute Abend den Weg zeigen.“

Jasmin: „Ich wünsche schöne Träume.“
Betty: „Einen schönen Tag Euch.“

Jasmin: „War das eine gute Idee mit der Spinnenfestung? Du gehst da auf keinen Fall zu nah heran!“
Schlornz: „Natürlich nicht. Aber ich denke, Arachnia wird sich über Besuch freuen.“

Schlornz: „Und was machen wir jetzt?“
Jasmin: „Wieder ins Bett gehen! Es ist noch viel zu früh.“

In der folgenden Nacht

Schlornz: „Also die Spinnenfestung ist bereits vor vielen Tausenden Jahren von Königin Arachnia erbaut worden. Aber der obere Teil ist nur ein winziges Stück davon. Tief darunter befinden sich eine riesige Höhle und ein Labyrinth aus Gängen. Alles voller Spinnen.“
Betty: „Ich mag Spinnen eigentlich gar nicht so sehr!“
Schlornz: „Oh ich auch nicht. Deshalb sind wir ja an die Oberfläche gezogen.“

Vlad: „Und wie alt wurde Königin Arachnia?“
Schlornz: „88 Jahre. Alle 88 Jahre sucht Königin Arachnia sich einen Mann und verspeist ihn. Woraufhin sie ein Kind bekommt, dass die neue Königin Arachnia wird.“
Betty: „Und die übrige Zeit lebt sie nur mit den Spinnen?“

Schlornz: „Also das ist die Spinnenfestung. Können wir jetzt wieder gehen?“
Vlad: „Ich denke, ich würde sie gern genauer besichtigen.“
Betty: „Sehr interessante Architektur.“

Arachnia: „Da sind Leute! Troll, da sind Leute! Wir bekommen Besuch.“

Troll: „Ja Herrin, ich sehe sie."

Schlornz: „Seid mir nicht böse, aber ich werde langsam zurück gehen. Erstens wird Jasmin schon warten und zweitens habe ich versprochen, nicht reinzugehen.“
Betty: „Warum?“
Schlornz: „Ist gefährlich. Ihr solltet da auch nicht reingehen!“

Vlad: Imposantes Gebäude, nicht so sehr wie die Pyramiden, aber durchaus beeindruckend.“
Betty: Die Statue dort, sieht interessant aus.“
Vlad: „Die nehmen wir nicht mit nach Hause!“

Betty: „Ich gebe zu, das mit den Spinnen macht mir etwas Sorgen.“
Vlad: Ich werde Dich beschützen!“

Betty: „Wie kann man nur freiwillig mit Spinnen zusammen leben.“
Vlad: „Nun, ich denke, sie muss sehr einsam sein. Leute, die ihrer Partner aufessen, finden nicht leicht Freunde.“
Betty: „Also manchmal könnte ich Dich auch auffressen.“

Troll: „Noch ein Stückchen!“

Ratzsch

Betty: „Was war das?“
Vlad: „Wohl eine Falle.“
Betty: „Naja, wir werden einen anderen Weg wieder hinaus finden.“


Krach Polter
Vlad: „Da will aber einer sicher gehen, dass wir hier nicht mehr rauskommen.“

Arachnia: „Guten Abend und Willkommen in meiner Festung.“
Vlad: „Guten Abend, Königin Arachnia.“
Betty: „Guten Abend. Obwohl ich nicht dad Gefühl habe, hier sehr willkommen zu sein.“

Arachnia: „Warum denn?“
Betty: „Na wegen der Fallen.“
Arachnia: „Oh, das ist nur, damit wir mehr Zeit haben, uns kennenzulernen.“

Vlad: „Ihr hättet uns auch einfach einladen können.“
Arachnia: „Troll, öffne die Tür wieder und hole uns was zum sitzen.“
Betty: „Vlaaaaad, die Spiiiiiiiiiine!“

Vlad: „Gehst Du weg von meiner Betty!“
Arachnia: Oh, ich kann Elsbeth und die anderen auch nach unten schicken, wenn sie Euch stören.“
Betty: „Oh bitte.“

Arachnia: „Los, alle runter zu den anderen!“
Betty: „Wie viele andere sind es denn?“
Arachnia: „Keine Ahnung. Ich schlafe immer dabei ein, wenn ich versuche, sie zu zählen.“

Arachnia: „Wollt Ihr etwas essen? Ich habe Birnen und Karotten.“
Vlad: „Ich denke nicht. Wir sind auf einer recht speziellen Diät.“
Betty: „Ich hätte nicht erwartet, dass die Spinnenkönigin Obst und Gemüse isst.“

Arachnia: „Ach das ist ganz lecker. Fleisch esse ich nur zu ganz besonderen Anlässen.“
Vlad: „Von solchen Anlässen haben wir schon gehört.“

Arachnia: „Setzt Euch doch! Und Troll, Räum hier die Steine weg und Feg aus, wenn wir Gäste haben.“
Troll: „Zu befehl, Herrin.“

Arachnia: Aber jetzt erzählt mir doch, was Euch hergeführt hat.“
Betty: „Wir machen hier in der Gegend Urlaub.“
Vlad: „Und da wir uns für Architektur interessieren, wollten wir die Festung besichtigen.“

Arachnia: „Möchtet ihr auch das Labyrinth sehen?“
Betty: „Danke, eher nicht.“
Vlad: „Und Du wohst ihr ganz allein?“

Arachnia: „Naja, ich hab ja Troll und die Spinnen. Aber ich geb zu, ich würde mich freuen, wenn ich öfter Besuch hätte. Oder die Leute aus der Umgebung mich mal einladen würden.“
Betty: „Ich denke, die Leute, kennen Dich nur nicht richtig.“
Vlad: „Vielleicht solltest Du erstmal das mit den Fallen sein lassen.“

Troll: „Ich bin fertig!“
Arachnia: „Hm, viel zu besichtigen gibt es hier oben ja nicht. Aber Ihr müsst Euch die Aussicht ansehen. Kommt mit!“
Betty: Ja gerne.“

Arachnia: „Ja, vielleicht habt Ihr recht. Dann lass ich das mit den Fallen in Zukunft. Aber es kommt ja sowieso niemand hierher.“
Betty: „Vielleicht haben sie Angst aufgegessen zu werden.“
Arachnia: „Hihihi. Was glaubt Ihr, wie alt ich bin?“

Vlad: „Sowas kann ich schlecht schätzen. Ich meine Betty wird dieses Jahr auch 456 Jahre. Das sieht man ihr auch nicht an.“
Betty: „Hey, es geht niemanden etwas an, wie alt ich bin.“
Arachnia: „Naja, ich bin erst 34. Und selbst wenn ich 88 bin, muss ich mir lediglich einen Mann suchen. Bis dahin könnte mich jeder besuchen. Und Frauen sowieso!“

Arachnia: „Ist das nicht schön! Von hier aus kann ich über den ganzen Wald sehen.“
Betty: „Wie von unserer Ruine zu Hause.“
Vlad: „Gibt es einen schöneren Ausblick als über die majestätischen Baumkronen?“

Arachnia: „Und Ihr seid sicher, dass ihr die große Höhle nicht auch sehen wollt. Die ist wirklich sehenswert. Die Zwerge haben sie damals gebaut. Allerdings sind viele von ihnen dann weggezogen.“
Betty: „Nein, wir müssen auch bald wieder zurück. Wir vertragen die Sonne nicht.“
Arachnia: Aber unten ist keine Sonne.“

Vlad: „Ich fürchte auch, unsere Gastgeber könnten falsche Schlüsse daraus ziehen, wenn wir nicht zurückkommen.“
Betty: „Aber wir können gern wiederkommen.“
Archnia: „Oh ja, das würde mich freuen!“

Vlad. „Und wir werden auch den anderen sagen, wie schön es hier ist.“
Arachnia: „Und ihr wollt nicht doch noch erstmal was essen? Die Birnen sind wirklich lecker.“
Betty: „Wir werden unterwegs was essen. Wir müssen wirklich los.“

Arachnia: „Na dann Auf Wiedersehen.“
Betty: „Ja Auf Wiedersehen und einen guten Tag.“
Vlad: „Es war wirklich schön hier.“

Arachnia: „Ich wüßte ja zugern, was die essen?“
Troll: „Ich glaube, das sind Vampire.“
Arachnia: „Und das heißt?“

Betty: „Also diese Spinnen. Brrrr.“
Vlad: „Aber sie war doch sehr nett.“
Betty: „Vielleicht laden wir sie nächstes Mal lieber zu uns ein.“

Arachnia: „Tschüß, kommt gut nach Hause!“

Betty: „Meine Güte, ich hab vorhin die ganze Zeit Schlornz zugehört und gar nicht auf den Weg geachtet.“
Vlad: „Keine Sorge. Ich hab mir den Rückweg gemerkt.“
Betty: „Wenn nicht, müssen wir halt jemanden fragen.“